Ökologie & Gesellschaft

Eine Hommage an den Naturstoff Holz

Über die Jahrhunderte wurde auch das Handwerk mit Holz perfektioniert – bis zur Industrialisierung war nahezu alles aus diesem Material. Fotos: Ono Kosuki/Pexels, Schiller Abendzeit/Unsplash

10.05.2022 - Holz ist ein Multitalent: Es liefert Energie, eignet sich zum Bauen und spielt für den Klimaschutz eine wichtige Rolle. Kein Wunder, dass es seit jeher von den Menschen genutzt wird. Wir widmen uns dem vielseitigen Naturstoff einmal genauer, zeigen, wie vielseitig Holz ist, welche Relevanz das Material in unserer Gesellschaft einnimmt und wie es um seine Hauptquelle – die Wälder – steht.

Holz im Laufe der Jahrhunderte

Wir klopfen auf Holztische, wenn wir Glück behalten oder Unglück abwenden wollen. Und manchmal sind wir auf dem Holzweg oder sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr: Das Material Holz hat es bis in die Redewendungen unserer Sprache geschafft. Es gehört zu den wichtigsten Rohstoffen der Menschheit – und ist über die letzten Jahrhunderte ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft geworden.

In früher Zeitgeschichte diente Holz den Menschen in erster Linie als Werkzeug und Brennholz. Irgendwann wurde nahezu alles aus diesem Werkstoff gefertigt: Häuser, Autos, Schiffe, Spielzeug, Musikinstrumente und vieles mehr. Erst mit der Industrialisierung verdrängten andere Materialien wie Stahl und später Kunststoff nach und nach das Holz als facettenreichen Rohstoff. Bei der Herstellung von Stahl und Kunststoff werden aber sowohl mehr Kohlenstoffdioxid freigesetzt als auch fossile Energieträger wie Kohle und Öl genutzt. Und das ist schädlich für unser Klima.

Holz – ein vielseitiger Rohstoff

Kein anderer Werkstoff hat eine so gute Ökobilanz wie das Holz – vorausgesetzt, es wird durch bedachte und nachhaltige Waldwirtschaft gewonnen. Als aktiver Kohlenstoffspeicher hat der Naturstoff positive Auswirkungen auf unsere Umwelt und ist daher Klimaschützer Nummer eins. Und nicht nur das: Heutzutage wird Holz vielseitig genutzt. Abhängig von der Qualität und Art des Holzes wird das Material etwa im Bauwesen, in der Möbelindustrie, bei der Energiegewinnung und in der Papierherstellung verwendet. Umso wichtiger ist es, unsere Wälder zu schützen, denn sie sind die Lungen dieser Welt.      

Wie es um unsere Wälder steht

Der Wald ist die Hauptquelle des Holzes und wird durch die hohe Nachfrage nach dem Rohstoff zunehmend belastet. Wälder bedecken fast ein Drittel der Fläche Deutschlands. Das sind in etwa 11,4 Millionen Hektar. Warum sie so wichtig sind: Wälder binden Treibhausgase und stabilisieren das Klima. Ein Hektar Wald bindet jährlich ca. 13 Tonnen CO2. Doch laut Expert:innen sei es dem Wald noch nie so schlecht ergangen wie heute. Der Holzeinschlag und die industrielle Forstwirtschaft führen dazu, dass der Wald schrittweise beschädigt oder zerstört wird. Auch Klimaveränderungen wie Stürme, Hitzewellen und Dürre oder Insektenbefall durch Borkenkäfer tragen einen Teil zum Waldsterben bei. Ein weiteres Problem sind schnell wachsende Baumarten. Diese werden als Monokulturen gepflanzt und verdrängen den Mischwald. Zudem laugen sie den Boden aus und bieten nicht genug Nahrung für die Tiere des Waldes. Dadurch wird der Lebensraum bedrohter Tierarten zunehmend eingeschränkt. Inzwischen sind 277.000 Hektar des deutschen Waldes zerstört.

Ganz schön viel Grün: Etwa 11,4 Millionen Hektar Wald bedecken Deutschland – also knapp ein Drittel des Landes. Fotos: Peter Aschoff/Unsplash, Andy Feliciotti/Unsplash

5 Alltagstipps, wie wir den Wald schützen können

 

  • Offline einkaufen: Zahlreiche Versandpakete bestehen aus Frischfaserpapier und werden nicht recycelt.
  • An Baumpflanzaktionen teilnehmen.
  • Achtsam sein beim Kauf von Holzprodukten: Das FSC-Siegel zeigt, dass das verwendete Holz aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung stammt.
  • In verpackungsfreien Supermärkten einkaufen: Hier gibt es Waren, die „offen“ erhältlich sind oder in wiederverwendbaren (Pfand-)Behältern.
  • Recyclingpapier nutzen: Nachhaltiges Papier trägt das Umweltzeichen „Blauer Engel“ – wie auch unsere Produkte bei Steinbeis.

Der deutsche Papierhunger

Die Papierproduktion allein verbraucht 20 Prozent des weltweiten Holzeinschlags. Der deutsche Papierhunger ist riesig: Die Bundesrepublik liegt um das Vierfache über dem Weltdurchschnitt, was laut Umweltbundesamt 219 Kilogramm je Bürger im Jahr 2020 entsprach. Zu Beginn der 50er-Jahre waren es nur 30 Kilogramm pro Kopf. So steht Deutschland weltweit beim Papierverbrauch mit an der Spitze. Umso wichtiger ist es, auf Recyclingpapier umzusteigen. Unser Portfolio bei Steinbeis wird zu 100 Prozent aus Altpapier hergestellt und entsteht energieeffizient, emissionsarm und ressourcenschonend.

 


Titelbild: Stanislav Churikov/Unsplash

 

Autor:in

Nadia Riaz-Ahmed

Nadia Riaz-Ahmed ist Online-Redakteurin. Sie interessiert sich am meisten für alles, was mit Digitalisierung und neuen Technologien zu tun hat – am besten in Kombination mit den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Beiträge von Nadia Riaz-Ahmed

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