Unternehmen

Was wurde aus…? Erfolgreiche Karrierewege bei Steinbeis Papier

Sönke König (links) begann seine Laufbahn als Papiermacher und ist heute als Teamleiter der Produktionsplanung die entscheidende Schnittstelle zwischen Vertrieb und Produktion. Luisa Egge (rechts) schreibt bei Steinbeis Geschichte: Einst die erste weibliche Auszubildende zur Papiertechnologin, ist sie heute die erste weibliche Industriemeisterin Papiertechnik des Unternehmens. Fotos: Steinbeis Papier

Vom ersten Tag in der Ausbildung bis zur heutigen Führungsrolle – wie sehen die persönlichen Karrierewege bei Steinbeis Papier aus? Unter dem Motto „Was wurde aus…?“ blicken acht Kolleginnen und Kollegen auf ihre Anfänge zurück und erzählen, was sie heute antreibt. Die sehr persönlichen Geschichten zeigen nicht nur beeindruckende Entwicklungen, sondern beweisen auch, dass bei aller Seriosität und dem hohen Anspruch an Qualität und Nachhaltigkeit immer Platz für Humor, Spaß und eine herzliche Gemeinschaft den Arbeitsalltag bereichert.
 

Stefan Seeland (links) wurde als Auszubildender von seinem Meister gefördert und ist heute selbst Obermeister. Für Projekteinkäuferin Anja Sörensen (rechts) schloss sich mit ihrer Rückkehr in den Einkauf, wo sie schon im Studium ihre erste Praxisphase absolvierte, ein persönlicher Kreis. Fotos: Steinbeis Papier

Sönke König

Begonnen als: Auszubildender zum Papiermacher
Heute: Teamleiter der Produktionsplanung

Vom Papiermacher zum Planer: Sönke Königs Weg bei Steinbeis ist ein Paradebeispiel für die Durchlässigkeit im Unternehmen. Nach seiner ersten Ausbildung arbeitete er zunächst im Prüfraum auf Schicht, bevor er einen neuen Weg einschlug: „Eine meiner wichtigsten Entscheidungen für mich war, die Ausbildung zum Industriekaufmann zu beginnen.” Heute koordiniert er als Teamleiter die Aufträge für die Papiermaschinen. An seine Anfangszeit erinnert er sich mit einem Schmunzeln: „Das Lustigste war, dass mich jeder in einer neuen Abteilung gefragt hat, welche Verwandten ich bei Steinbeis habe. Ich hatte aber keinen.“ Sein Rat an die nächste Generation ist klar und bodenständig: „Immer freundlich, authentisch und interessiert bleiben. Begegne jedem mit Respekt, egal welche Tätigkeit er hat, und sei dir nicht zu schade auch für nicht so schöne Aufgaben!“

Steinbeis in drei Wörtern: genau mein Ding!

Luisa Egge

Begonnen als: Auszubildende zur Papiertechnologin 
Heute: Fachkraft für Arbeitssicherheit (SIFA) und Industriemeisterin Papiertechnik

Als erste weibliche Auszubildende zur Papiertechnologin bei Steinbeis hat Luisa Egge Geschichte geschrieben. Ihr Antrieb war von Anfang an klar: zu beweisen, dass Frauen den Job genauso gut können. Eine besondere Erinnerung für sie ist, „dass alle ,älteren' Männer immer herzlich waren und mich toll mit eingebunden haben". Der entscheidende Moment ihrer Karriere kam nach zwei Jahren an der Rollenpackmaschine, als Produktionsleiter Thomas Denk ihr weitere Aufstiegschancen bis hin zur Fachkraft für Arbeitssicherheit ermöglichte. Heute sorgt sie dafür, Risiken im Arbeitsalltag zu erkennen, bevor Gefahren entstehen, und sagt: „Mich treibt vor allem an, dass ich aktiv dazu beitrage, unsere Arbeitsplätze jeden Tag ein Stück sicherer zu machen.“ Zurückblickend auf ihren ersten Tag sagt sie heute: „Alles richtig gemacht!" Ihr Bestreben, zu beweisen, dass Frauen den Job genauso gut können, ist mehr als gelungen.

Steinbeis in drei Wörtern: beständig, lebhaft-kommunikativ, familiär
 

Rieke Meier (links) faszinieren als stellvertretende Kraftwerksleiterin vor allem die gelebten Kreisläufe im Unternehmen. Eine Karriere im Personalwesen war für Ann-Kathrin Stoldt (rechts) anfangs kaum vorstellbar, heute leitet sie das Operatives Personalmanagement. Fotos: Steinbeis Papier

Stefan Seeland

Begonnen als: Auszubildender zum Mechatroniker
Heute: Obermeister Mechanik PM6

Den starken Zusammenhalt und die Förderung durch erfahrene Kollegen erlebte auch Stefan Seeland. Sein Weg wurde maßgeblich geprägt durch die Unterstützung seines damaligen Meisters, der ihn „unter seine Fittiche genommen hat. Dort konnte ich sehr viel lernen und in zweiter Reihe Dinge ausprobieren.“ Dieser Geist des Vertrauens und der Eigenverantwortung treibt ihn heute noch an. Am meisten Spaß machen ihm „das eigenverantwortliche Arbeiten und die Freiräume, die man bei der Umsetzung seiner Aufgaben hat“. Seinen Rat an junge Kolleginnen und Kollegen fasst er so zusammen: „Man sollte den erfahreneren Kollegen Gehör schenken, denn oft kann man etwas aus ihren Erfahrungen lernen. Auch wenn man das als junger Mensch nicht immer sofort sieht…“.

Steinbeis in drei Wörtern: innovativ, Nachhaltigkeit, Familienunternehmen

Anja Sörensen

Begonnen als: Duale Studentin im Wirtschaftsingenieurwesen
Heute: Projekteinkäuferin

Für Anja Sörensen begann ihr Weg bei Steinbeis während des dualen Studiums mit einer Praxisphase im Einkauf – heute ist sie als Projekteinkäuferin dorthin zurückgekehrt. „Damit hat sich der Kreis für mich heute wieder geschlossen.“ Sie schätzt vor allem die „Abwechslung im Arbeitsalltag, immer andere Themen und Projekte“. Ihr entscheidender Moment war, „einen Vorgesetzten gehabt zu haben, der Potenziale und Interessen erkannt hat und eine Weiterentwicklung möglich gemacht hat“. Ihr Rat an Berufsanfänger: „Keine Angst vor Fehlern, zu wissen, dass man Dinge ‚gut’ macht, weniger vergleichen, auch aufs Bauchgefühl hören.“

Steinbeis in drei Wörtern: nachhaltig, innovativ, familiär
 

Broder Heepmann (links) beweist die vielfältigen Entwicklungschancen bei Steinbeis: vom dualen Studenten zum Geschäftsführer. Nach zehn Jahren „in der Fremde“ kehrte Veronika Warmers (rechts) zu Steinbeis zurück und verantwortet heute den Bereich Marketing. Fotos: Steinbeis Papier

Rieke Meier

Begonnen als: Wirtschaftsingenieurin/Projektassistentin 
Heute: Junior Stellvertretende Kraftwerksleiterin/Projektingenieurin

Die Faszination für die Kreisläufe bei Steinbeis ist ein starker Antrieb, den auch Rieke Meier teilt. „Bis heute bin ich von den Kreisläufen fasziniert, die wir bei Steinbeis implementiert haben. Davon ein Teil zu sein und die energetischen Bausteine mit- und weiterzuentwickeln, macht mir viel Spaß!“ Eine ihrer prägendsten Lektionen erlebte Rieke Meier, als sie in der Ausbildung für eine Woche im Musterversand aushalf. „Dachte ich zu Beginn noch, dass ich das gut wuppen würde, war ich am Ende nur noch froh, dass die Kollegin wieder aus dem Urlaub zurückkam.“ Eine schönere Erinnerung hat sie an ihre Anfangszeit: „Innerhalb der ersten Wochen waren wir Wasserski fahren mit einer ganz bunt gemischten Gruppe – Schichtgänger der Papiermaschinen genauso wie Kolleginnen aus dem Kundenservice und eben auch die Möglichkeit für Azubis.“ Ihr Rat an jüngere Kollegen ist, die Anfangszeit zu nutzen: „In der ersten Zeit fühlt man sich meist noch nicht ganz angekommen und eingewurzelt, doch genau da hat man die Chance, alle Prozesse anzusehen und so viele Personen wie möglich kennenzulernen.“ 

Steinbeis in drei Wörtern: Familienunternehmen, vorausschauend, gestaltend

Ann-Kathrin Stoldt

Begonnen als: Duale Studentin im Bereich Betriebswirtschaftslehre
Heute: Leiterin Operatives Personalmanagement

Der Weg in die Personalabteilung war für Ann-Kathrin Stoldt alles andere als vorgezeichnet. Als sie gegen Ende ihres dualen Studiums gefragt wurde, ob sie sich die Nachfolge des damaligen Werkspersonalleiters vorstellen könne, war ihre erste, klare Reaktion: nein. „Am Anfang konnte ich mir unter den Tätigkeiten nicht viel mehr vorstellen, also Entgeltabrechnung und Recruiting“, erklärt sie. Erst ein langes Gespräch mit dem damaligen Stelleninhaber Horst Strota und Personalleiter Hans-Rüdiger Bruchmann offenbarte die ganze Vielfalt der Aufgaben und überzeugte sie, den Weg doch einzuschlagen. Eine Entscheidung, die sie nie bereut hat, denn Mentoren wie Herr Bruchmann und ihr späterer Geschäftsführer förderten sie kontinuierlich. Was sie heute antreibt? „Die Entwicklung unserer Auszubildenden und dualen Studierenden zu begleiten und zu beobachten“ – ein schöner Kreislauf, war sie doch selbst einmal in deren Position. Eine lustige Anekdote aus ihrer Anfangszeit handelt von einer ihrer ersten Dienstreisen: Für einen frühen Trip nach Dresden und Berlin hatte sie sich ein Kissen mit ins Auto genommen und schlief sofort ein. Erst als ihr Kollege über das Autotelefon die Lautstärke aufdrehte und sie gemeinsam mit einem Gesprächspartner mit einem lauten „Guten Morgen, Anka“ weckte, war die Fahrt für sie richtig im Gange. Ihr Rat heute: „Sei gelassener. Erfahrung kommt mit der Zeit.“

Steinbeis in drei vier Wörtern: berufliche Heimat, tolles Team

Broder Heepmann

Begonnen als: Dualer Student im Wirtschaftsingenieurwesen 
Heute: Geschäftsführer Steinbeis Energie Papenburg

Vom dualen Studenten zum Geschäftsführer – Broder Heepmanns Karriereweg zeigt die enormen Entwicklungschancen innerhalb der Steinbeis Gruppe. Maßgeblich für seinen Weg war die Flexibilität des Unternehmens, „individuelle Lösungen zu finden, wenn meine Entwicklung einen nächsten Schritt erfordert hatte” (zum Beispiel eine erste kleine Geschäftsführung bei den Biogasanlagen). An seine Anfangszeit hat er zwei besondere Erinnerungen: nächtliche Begegnungen mit dem Wachschutz im Büro und die Gewohnheit eines Schlossers, zur Sicherheit immer einen großen Hammer mitzunehmen – „völlig egal was wir gemacht haben, auch wenn nur eine Glühbirne gewechselt wurde“. Sein persönlicher Rat lautet: „Immer eher die Chance als das Risiko sehen, immer eher davon ausgehen, dass etwas klappt, als dass etwas nicht klappt, auf die eigenen Stärken vertrauen.“

Steinbeis in drei Wörtern: verlässlich, werteorientiert, verantwortungsbewusst

Veronika Warmers

Begonnen als: Betriebswirtin (BA)
Heute: Marketingleiterin

Der Weg von Veronika Warmers ist ein besonderes Beispiel für langjährige Verbundenheit. An ihre erste Zeit im Vertrieb unter der Zweckform-Flagge nach der Ausbildung 1994 denkt sie gerne zurück: „Die Geschichten aus den wenigen Monaten würden ganze Bücher füllen, so viel Teamspirit, so intensiv und so unglaublich war diese Zeit.“ Nachdem sie zehn Jahre wertvolle Erfahrungen in anderen Unternehmen sammelte – oder wie sie sagt „fremdgegangen“ ist –, kehrte sie zurück und ist heute Marketingleiterin bei Steinbeis. Was sie an ihrer heutigen Aufgabe schätzt? „Wenig Routine, immer etwas Neues. Kein Tag ist wie der nächste. Und ich bin gerne ein Teil des großen Ganzen und freue mich, wenn ich die Dinge mitentwickeln darf.“ Ihr Rat: „Hör gut zu, bringe dich ein, lerne und fordere dich immer wieder heraus.“

Steinbeis in drei Wörtern: nachhaltig, sinnvoll, richtig

Fazit: Der Mensch im Mittelpunkt der Kreislaufwirtschaft

So unterschiedlich die Wege auch sind, eines zeigen alle acht Geschichten deutlich: Der Erfolg von Steinbeis Papier basiert nicht nur auf Maschinen und Prozessen, sondern vor allem auf den Menschen. Als Pionier der Kreislaufwirtschaft betritt Steinbeis immer wieder Neuland – und genau dafür braucht es Menschen, die kreativ, mutig und innovativ sind, denen das Unternehmen Vertrauen schenkt und Freiräume gibt. So zeigt sich der nachhaltige Geist des Unternehmens nicht nur in den Produkten aus 100 % Altpapier, sondern auch im Umgang mit den Menschen: Ein starker familiärer Zusammenhalt, die gezielte Förderung von Talenten und die gemeinsame Überzeugung, an etwas Sinnvollem zu arbeiten, sind der rote Faden, der diese Karrieren verbindet und das Unternehmen in die Zukunft trägt.

 


Titelbild: Steinbeis Papier


Autor/-in

Jan Strahl

Jan Strahl hat seit seinem Redaktionsvolontariat in Hamburg für nahezu alle großen und kleinen Verlage der Stadt als Journalist, Redakteur oder Autor gearbeitet. Er schreibt für Publikumsmedien und Corporate Publishing Publikationen über Kunst, Fashion, Lifestyle oder Wissensthemen.

Beiträge von Jan Strahl


Leider verwenden Sie einen veralteten Browser.
×
Unser Internetauftritt wurde auf Basis zeitgemäßer und sicherer Technologien entwickelt. Daher kann es bei der Nutzung eines veralteten Browsers zu Problemen bei der Darstellung und den Funktionalitäten kommen. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen aktuellen und kostenlosen Browser zu nutzen:
Mozilla Firefox
Google Chrome
Microsoft Edge