Ökologie & Gesellschaft

Plädoyer für Recyclingpapier

Foto: Florian Thoss für Steinbeis Papier

10.01.2023 - Steinbeis Papier leistet mit seinen Produkten viel Überzeugungsarbeit – Umdenken im Sinne einer gesteigerten Nachhaltigkeit. Ein gravierendes Argument sind die Einsparmöglichkeiten bei der Verwendung von Recyclingpapier gegenüber Papier aus Frischfasern. Die neue Ökobilanzstudie des Umweltbundesamtes bestätigt eindrucksvoll, wie viel tatsächlich an Wasser, Energie und CO2 equ. in Bezug auf Recyclingpapier eingespart werden kann.

 

Einsparungen von 78 Prozent Wasser, 68 Prozent Energie und 15 Prozent CO2 equ.-Emissionen – das Umweltbundesamt kommt mit einer aktualisierten Ökobilanz für grafische Papiere erneut zu dem Ergebnis, dass Recyclingpapiere hinsichtlich klar definierter Parameter besser abschneiden als jedes Frischfaserpapier.

Grundlagen der Bewertung

Für die Ökobilanz wurde eine Tonne Büropapier als Basis für die weiteren Messungen festgelegt. Darin inkludiert sind Vorketten, Produktion bis hin zum Auslieferungszeitpunkt ab Werk. Für die beiden Papiervarianten ergeben sich unterschiedliche Produktionsabläufe. Bei Frischfaserpapier beginnt die Kette bei der Abholzung, führt zur Zellstoffproduktion und endet bei der Papierproduktion. Bei Recyclingpapier startet der Prozess bei der Altpapiersammlung und -sortierung, durchläuft das Altpapierrecycling und endet ebenfalls bei der Papierproduktion. Verschiedene Indikatoren wurden in der Untersuchung der ökologischen Verträglichkeit in der Produktion der beiden Papiersorten festgelegt: Klimawandel, Versauerung, terrestrische Eutrophierung, aquatische Eutrophierung, Frischwasserbedarf, adsorbierbare organisch gebundene Halogene, Energiebedarf (nicht erneuerbar, erneuerbar, ohne Rohstoffenergie, gesamt), Bildung von Photooxidationen, Feinstaub und Ozonabbau.

Foto: Geran de Klerk/Unsplash

Kreislaufwirtschaft klar im Vorteil

Ausschlaggebend sind vor allem die Umweltwirkungen im Produktionsprozess inklusive Vorketten bis zur Bereitstellung am Ausgang des Werks (cradle-to-gate). Und diese gestalten sich in der Praxis bei Steinbeis Papier im Werk in Glückstadt besonders effizient: Recyclingpapier unterliegt hier von der Beschaffung über die Produktion bis zur Nutzung und Wiederbeschaffung dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Weiter wird die geringe Menge Abwasser, die trotz des weitestgehend geschlossenen Wasserkreislaufs entsteht, in der werkseigenen, vollbiologischen Abwasserreinigungsanlage aufbereitet. Dank modernster Wirbelschichttechnologie und Kraft-Wärme-Kopplung deckt das Steinbeis-Kraftwerk insgesamt 100 Prozent des thermischen und 50 Prozent des elektrischen Energieverbrauchs ab. 

Neue ökologische Aspekte

Das Umweltbundesamt kommt in einer neuen Ökobilanz zu dem Ergebnis, dass grafisches Papier aus recycelten Fasern unter wesentlich umweltfreundlicheren Bedingungen entsteht als Papier aus neuen Fasern aus Holz. Und der neuen Studie hängen weitere qualitative Aspekte wie Biodiversität, Landnutzungswandel und Kohlenstoffspeicherung in Wäldern an. Für Recyclingpapier von Steinbeis Papier gilt: Es wird kein einziger neuer Baum gefällt, da zur Herstellung 100 Prozent Altpapier verwendet wird. Insofern ergibt sich für Nutzerinnen und Nutzer von Recyclingpapier, dass sie mit ihrer Entscheidung zum Wohle der biologischen Vielfalt zu einer Verminderung der negativen Landnutzungsbedingungen und letztlich zum Klimaschutz beitragen.

 

Steinbeis Papier als Vorreiter

Und Steinbeis Papier erzielt Einsparpotenziale, die sogar die Ökobilanzwerte des Umweltbundesamts übersteigen: Mit der Umstellung auf ReThinkingPaper sparen Kundinnen und Kunden im Vergleich zu herkömmlichem Papier 100 Prozent Holz, 73 Prozent Energie, 79 Prozent Wasser und 42 Prozent CO₂ equ.-Emissionen. Somit verknüpft Steinbeis Papier mit seinen Produkten die klare Botschaft für ein konsequentes Umdenken beim Thema Ressourcenschonung. „Mit einer der modernsten Papierfabriken Europas gewährleisten wir, dass hochwertige Produkte unter besonders energieeffizienten, emissionsarmen und ressourcenschonenden Bedingungen hergestellt werden. Die neue Ökobilanz bestätigt mit validen Daten unser Engagement und zeigt, dass wir bei Steinbeis Papier den konsequenten Weg zu mehr Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz gehen“, sagt Ulrich Feuersinger, Geschäftsführer bei Steinbeis Papier.

 

Eine Übersicht zu den wichtigsten Fakten zum Thema stellt Steinbeis Papier in einem aktualisierten Factsheet zusammen und belegt noch mal die durch das Umweltbundesamt bestätigten Einsparpotenziale von Recyclingpapier gegenüber Frischfaserpapier. 

 


Titelbild: Florian Thoss für Steinbeis Papier

Autor/-in

Benjamin Seibring

Benjamin Seibring ist Redakteur für die Bereiche Lifestyle und Mobilität. Er interessiert sich zudem für Kulturthemen mit den Schwerpunkten Musik, Film und Medienanalyse.

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