Ökologie & Gesellschaft

Matjes, Musik und jede Menge Glückstadt-Feeling – Matjeswochen 2025!

Vier Tage lang dreht sich in Glückstadt alles um den Matjes als köstlicher Mittelpunkt eines Hafenfestes. Das Hafenbecken wird zum Treffpunkt für Einheimische und zum Hotspot für alle, die das Festival neu für sich entdecken – ein Ort voller Geschichten, Genuss und gemeinsamer Erlebnisse. Fotos: GDM

Vom 12. bis 15. Juni verwandelt sich Glückstadt wieder in das Mekka für Matjesfans – mit Hafenfest, Livemusik, Kulinarik und der innovativen Papierboot-Regatta. Für Sandra Kirbis vom Glückstadt Destination Management ist das Fest eine Herzensangelegenheit: Sie kennt es seit ihrer Kindheit und organisiert heute das Großevent mit viel Heimatliebe. Auch Kerrin Callsen von Plotz Spezialitäten sorgt mit ihrer Crew für Matjes-Genuss in Bestform, mitten im Trubel, aber mit klarem Kopf und viel Teamspirit. Es geht um weit mehr als ein kulinarisches Happening: Die Matjeswochen sind ein Fest mit Seele – voller Begegnungen, Anekdoten und überraschender Momente.

 

Vier Tage Ausnahmezustand, vier Tage voller Genuss, Tradition und ganz viel Heimatgefühl – für Glückstadt, die Region und all jene, die einmal im Jahr zum Matjes heimkehren oder neu anlanden. Die Matjeswochen sind längst mehr als ein kulinarisches Event. „Das ist natürlich die größte Veranstaltung hier in Glückstadt und in der ganzen Region“, betont Sandra Kirbis, Geschäftsführerin von Glückstadt Destination Management. Sie spricht nicht nur als Organisatorin, sondern auch als echtes Glückstädter Gewächs: „Ich selbst kenne die Matjeswochen schon, seitdem ich klein war. Ich habe da einfach gefeiert.“ Heute organisiert sie das Fest – und das praktisch im Dauerlauf: „Direkt nach den Matjeswochen fangen wir schon wieder an, die nächste Ausgabe zu planen. Das begleitet einen das ganze Jahr über.“ Für sie ist die Veranstaltung mehr als nur ein Job. Es ist ein Stück Identität. Ein verbindendes Ritual. „Donnerstagabend ist der Glückstadt-Tag. Da kommen viele, die früher hier gewohnt haben, zurück in die Stadt. Es ist wie ein Klassentreffen – man sieht alte Gesichter, erinnert sich, lacht gemeinsam.“ Und sie bringt es charmant auf den Punkt: „Das ist einfach ein ganz besonderes Gefühl – und ein Geschenk, das organisieren zu dürfen.“ Auch für Kerrin Callsen, Geschäftsführerin von Plotz Spezialitäten, ist das Fest längst eine feste Größe im Jahreskalender: „Für uns ist das natürlich eine Herausforderung, zum Saisonstart gleich ein so großes Stadtfest mit Matjes in allerbester Qualität zu beliefern.“ Die Manufaktur läuft dann auf Hochtouren – mit Liebe zum Produkt und Respekt vor der Tradition. „Das gehört für uns einfach dazu.“ Aber es geht auch ums Netzwerken und Genießen. „Wir nutzen die Matjeswochen auch, um unsere Geschäftspartner einzuladen, damit sie diese besondere Stimmung erleben können“, erzählt Kerrin Callsen. „Vier Tage voller Spaß, Genuss, Austausch – und ganz viel Glückstadt.“

Ein Fest mit Geschichte und jeder Menge Programm

Und die Geschichte hinter dem Fest? Auch die ist tief verwurzelt. „Das erste Mal wurde 1968 gefeiert – auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Dr. Manfred Bruhn“, erklärt Sandra Kirbis. Ein traditionsreicher Höhepunkt ist die feierliche Matjesprobe zur Eröffnung. In diesem Jahr mit prominenter Unterstützung: „Claus Ruhe Madsen, unser schleswig-holsteinischer Wirtschaftsminister, wird dieses Jahr den ersten Matjes verkosten“, verrät Sandra Kirbis stolz. Und wie läuft das ab? „Der Fischmeister von Plotz kommt mit dem Fass auf die Bühne, öffnet es, und dann wird der Matjes traditionell per Hand gereicht. Einige beißen direkt ab, andere nehmen ihn selbst in die Hand, aber immer mit Respekt vor dem Produkt“, erklärt Kerrin Callsen. Getoppt wird das Ganze von einem vielseitigen Rahmenprogramm, das von Jahr zu Jahr neu begeistert: Livemusik auf zwei Bühnen, ein maritimes Hafenfest mit Open-Ship-Angeboten, eine bunte Matjesmeile mit Kunsthandwerk, Flohmarkt und Aktionen für Kinder. „Die Stadt lebt in diesen Tagen auf ganz besondere Weise“, so Sandra Kirbis. „Es ist ein Fest für die ganze Stadt – und für alle Generationen.“

Zwischen ehrwürdiger Matjesprobe und trendigen Live-Acts schlägt das Fest die Brücke zwischen gestern und heute – ganz bewusst, um Generationen zu verbinden. So bleibt die Tradition lebendig, ohne stehen zu bleiben – und der Matjes bekommt den Sound der Zeit. Foto: Lena Krüger

Wie ein Fisch ein ganzes Stadtgefühl prägt

Was den Gästen kulinarisch geboten wird? Da kommt Kerrin Callsen ins Schwärmen: „Grundsätzlich merken wir jedes Jahr wieder – der Matjes in klassischer Form ist einfach der Favorit“, sagt sie. „Das hat ein bisschen was von einer Currywurst – da weiß man, was man bekommt.“ Sieben Geschmacksrichtungen werden angeboten, aber im Zentrum steht das Original. Wirklich spannend sei die Zubereitung: „Unsere Gastronomiepartner zeigen da viel Kreativität – ob als feines Tatar, gebraten oder als Salat. Auf den Speisekarten gibt’s einiges zu entdecken.“ Längst ist das Fest mehr als ein kulinarischer Höhepunkt, es ist ein echter Standortfaktor. „Die Matjeswochen sind ein Aushängeschild für Glückstadt“, sagt Sandra Kirbis. Bis zu 70.000 Besucher waren es in den besten Jahren. Die Veranstaltung hat überregionale Strahlkraft, sogar international. Der Glückstädter Matjes ist deutschlandweit gefragt – und wird sogar bis nach Singapur oder Südafrika exportiert. Doch es geht um mehr als Reichweite, es geht um Haltung. „Wir sind keine globale Marke, wir gehören hierher“, betont Kerrin Callsen. Der Glückstädter Matjes trägt das geografisch geschützte Siegel, produziert wird ausschließlich in Glückstadt. „Und wir wollen hier gemeinsam etwas bewegen.“ Dieses „gemeinsam“ prägt das ganze Fest. Viele Partner sind seit 20 Jahren dabei, das schafft Vertrauen. „Das spürt man.“ Auch Steinbeis Papier steht für diese Haltung. „Das Unternehmen ist in Glückstadt verwurzelt – mit den Menschen, mit der Stadt“, sagt Sandra Kirbis. Seit letztem Jahr ist Steinbeis Partner der Matjeswochen, ein klares Bekenntnis zur Region. „Das ist kein Sponsoring, das ist Teilhabe“, wirft Sandra Kirbis ein. Hier kennt man sich, arbeitet miteinander, denkt langfristig. Oder wie es Kerrin Callsen zusammenfasst: „Wir kennen uns über gemeinsame Interessen, den Sportverein, das Leben – das macht die Zusammenarbeit wärmer.“

Steinbeis Papier und die Papierboot-Regatta

Das Engagement von Steinbeis Papier in Glückstadt zeigt sich bei einer ganz besonderen Attraktion: der Papierboot-Regatta. „Für uns war schnell klar, dass wir dieses Event unterstützen möchten – es passt perfekt zu unserem Produkt, zu unserer Philosophie und zur Region“, sagt Veronika Warmers, Marketingleiterin des Unternehmens. Ein starkes Zeichen setzt dabei Steinbeis Papier Geschäftsführer Marc Gebauer persönlich: Gemeinsam mit Moderator Stefan Wolter kommentiert er das Geschehen live auf der Bühne. „Dass der Geschäftsführer selbst auf der Bühne steht, anfeuert und mitfiebert, unterstreicht die besondere Verbindung zwischen Unternehmen, Stadt und Veranstaltung“, betont Sandra Kirbis. Die Regatta fand im vergangenen Jahr erstmals statt – und überraschte viele. „Viele dachten anfangs, es ginge um kleine Papierbötchen, die man durchs Hafenbecken pustet“, sagt Sandra Kirbis schmunzelnd. „Aber nein – hier bauen Teams echte Boote, in die mindestens zwei Personen steigen und sich paddelnd durch das Wasser kämpfen.“ Eine Herausforderung, die handwerkliches Geschick, Teamgeist und Improvisation verlangt. Das Material dafür stellt Steinbeis Papier zur Verfügung. „Viele kombinieren es mit Pappe, viel Kleister und jeder Menge Fantasie“, so Veronika Warmers. „Die Regatta zeigt auf charmante Weise, was mit Papier alles möglich ist – weit über den klassischen Einsatz hinaus. Es macht uns stolz, mit einem nachhaltigen Produkt zum Gelingen dieses besonderen Events beizutragen.“

Trotz Sicherheitsvorgaben, unerwarteten Ereignissen und einer komplexen Logistik ist die Vorfreude beim Organisationsteam stets groß – denn neben der Herausforderung, alles perfekt zu koordinieren, gehören auch ausgelassene Feierstimmung und die Leidenschaft für den Matjes dazu. Foto: GDM

Zwischen Tradition und Trend

Neben all der Tradition ist es den Veranstalterinnen wichtig, das Format immer wieder mit frischen Impulsen zu beleben. Denn das Publikum wandelt sich – und mit ihm auch die Ansprüche. „Genau deshalb überlegen wir jedes Jahr neu: Wie können wir die Veranstaltung weiterentwickeln, ohne ihren Charakter zu verlieren?“, sagt Sandra Kirbis. Die Antwort: mit neuen Programmpunkten, spannenden Kooperationen und Musik, die Generationen verbindet. „Ohne Shanty-Nachmittag geht’s nicht. Der ist gesetzt. Aber gleichzeitig haben wir fantastische Top-40-Bands, Schlager-Power und Künstlerinnen und Künstler mit Loopstation auf der Hafenbühne.“ Auch aus kulinarischer Sicht bleibt das Fest nicht stehen. „Wir setzen uns jedes Jahr zusammen, hören den Jüngeren im Team zu – und probieren auch mal Neues“, sagt Kerrin Callsen. „Vor zwei Jahren hatten wir zum Beispiel die Matjes-Pizza. Als der NDR Wind davon bekam, standen die direkt zur Eröffnung mit der Kamera da.“ Gleichzeitig geht es Sandra Kirbis um mehr – Nachhaltigkeit, Regionalität und Authentizität sind für sie keine Schlagwörter, sondern handfeste Leitlinien: „Was ich mir wirklich wünsche, ist, dass wir noch mehr regionale Partner für die Matjeswochen gewinnen können. Das wird in Zukunft einfach immer wichtiger.“ Statt also auf Expansion zu setzen, denkt das Orga-Team eher in die Breite. Neue Akzente könnten etwa aus dem Umland kommen – und das nicht nur in Form von Fischspezialitäten. „Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, dass wir irgendwann mal auch andere Produzenten einbinden. Dann würde die Matjeswoche noch stärker zum kulinarischen Fest für die ganze Region.“ Auch Kerrin Callsen sieht die Zukunft des Fests in einer behutsamen, aber kontinuierlichen Weiterentwicklung: „Es geht darum, den Reiz zu erhalten – für die treuen Fans genauso wie für neue Gäste, die vielleicht durch Freunde oder Social Media auf die Matjeswochen aufmerksam werden“, sagt sie. „Wenn es gelingt, dass dieses Fest weiterhin Menschen verbindet, den Ort belebt und regionale Produkte feiert – dann haben wir alles richtig gemacht.“

Von Gänsehautmomenten und logistischen Meisterleistungen

Wer glaubt, die Organisation der Matjeswochen in Glückstadt sei nach über 20 Jahren Routine, der irrt. „Das ist jedes Jahr wie ein Bad der Gefühle“, sagt Sandra Kirbis und lacht. „Man geht wirklich durch alles durch: Vorfreude, Stress, Verzweiflung, wenn mal etwas nicht klappt – aber auch große Zufriedenheit.“ Denn jedes Jahr bringe es neue Herausforderungen mit sich – sei es wegen aktueller Sicherheitsauflagen, veränderter Rahmenbedingungen oder spontaner Wendungen. „Es ist nie wie im Jahr davor. Das stellt uns jedes Mal aufs Neue auf die Probe.“ Und trotz aller Anstrengungen bleibt die Begeisterung. „Wenn die Bühne aufgebaut wird, bekomme ich jedes Mal Gänsehaut. Dann ist alles vergessen.“ Kurz vor Veranstaltungsbeginn laufen die Vorbereitungen noch einmal auf Hochtouren. „Wir sind aktuell in der heißen Abstimmungsphase mit Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr und Co.“, so Sandra Kirbis. Parallel laufen Gespräche mit Leistungsträgern, es werden Marketingmaßnahmen finalisiert, Presseanfragen beantwortet, Inhalte aktualisiert. Und: „Die letzten Überraschungen kommen sowieso immer erst am Veranstaltungstag“, sagt sie schmunzelnd. „Improvisieren gehört einfach dazu.“ Auch Kerrin Callsen fiebert mit: „Wir warten natürlich auch auf den neuen Fang. Sobald der anlandet, muss alles bereit sein – Verkostung, Standpräsentation, alles muss sitzen.“ Der neue Matjes sei dabei mehr als ein Symbol. „Auch wenn die Matjeswochen die Hochsaison einläuten – Matjes spielt das ganze Jahr über eine Rolle. Wir produzieren durchgehend und liefern deutschlandweit. Viele wissen das gar nicht.“

Ein weiteres Highlight in diesem Jahr: Erstmals kommen zehn neu angeschaffte Veranstaltungshütten zum Einsatz. „Dank Förderung und in Zusammenarbeit mit Steinbeis Papier, wo sie auch gelagert werden, konnten wir die Hütten realisieren“, berichtet Sandra Kirbis. Die farbenfrohen Holzbauten sind an die bunten Fassaden von Nyhavn in Kopenhagen angelehnt – eine Reminiszenz an Glückstadts dänische Wurzeln. „Die Hütten sollen künftig bei vielen Events zum Einsatz kommen und ein neues Markenzeichen der Stadt werden.“ Dass hinter den Kulissen oft viel improvisiert und koordiniert wird, bleibt den meisten Gästen verborgen – und genau das ist Teil der Magie. „Was Sandra mit ihrem Team da jedes Jahr auf die Beine stellt, ist außergewöhnlich“, sagt Veronika Warmers von Steinbeis Papier. „Es ist ein Ausnahmezustand auf höchstem Niveau – professionell, herzlich und voller Leidenschaft.“ Und das alles für vier Tage, an denen Glückstadt im besten Licht erscheint. „Jetzt fehlt nur noch eins: gutes Wetter“, sagt Sandra Kirbis zum Schluss.

 


Titelbild: Fairplay


Autor/-innen

Benjamin Seibring

As a senior editor, Benjamin Seibring specialises in developing content on sustainability, mobility, technology and lifestyle. An editorial traineeship at a German media group and his many years of experience in corporate publishing form the basis. With a high affinity for trend topics and innovative AI tools, he implements cross-media storytelling.

Beiträge von Benjamin Seibring

Benjamin Seibring

Als Senior Redakteur entwickelt Benjamin Seibring schwerpunktmäßig Inhalte zu Nachhaltigkeit, Mobilität, Technik und Lifestyle. Ein Redaktionsvolontariat bei einem deutschen Medienkonzern und seine langjährige Erfahrung im Corporate Publishing bilden die Basis. Mit einer hohen Affinität zu Trendthemen und innovativen KI-Tools setzt er crossmediales Storytelling um.

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