Ökologie & Gesellschaft

Chew good, do good – Nachhaltigkeit zum Kauen

Naturkautschuk statt Plastik: Forest Gum setzt auf FSC-zertifizierten Naturkautschuk aus dem Hevea-brasiliensis-Baum und bietet so eine nachhaltigere Alternative zu herkömmlichen Kaugummis. Fotos: Ankit Rainloure / Pexels, Forest Gum

Manchmal braucht es nur eine kleine Veränderung, um Großes zu bewirken. Es ist der Wille, den Status quo zu hinterfragen und alltägliche Produkte neu zu denken, der echte Innovationen hervorbringt. Diese Überzeugung trieb auch den Kölner Gründer Thomas Krämer an, als er mit Forest Gum antrat, um eine scheinbar banale Gewohnheit zu revolutionieren: das Kaugummikauen. Seine Geschichte beginnt mit einem Aha-Erlebnis und dem Mut, eine ganze Branche herauszufordern.

Die Plastikfalle: Was wir wirklich kauen

Für die meisten ist Kaugummikauen eine Selbstverständlichkeit, doch die wenigsten wissen, was sich hinter der Kaumasse herkömmlicher Kaugummis verbirgt. Der schockierende Fakt: In der Regel besteht sie aus synthetischen Polymeren, also Kunststoffen – oftmals den gleichen Stoffen, die auch in Autoreifen, Klebstoff oder Plastiktüten zu finden sind. Jedes Mal, wenn wir ein solches Kaugummi kauen, kauen wir auf einem Stück Einwegplastik. Nach dem kurzen Genuss verschärft sich das Problem: Achtlos entsorgte Kaugummis verschmutzen unsere Städte als hartnäckige Flecken und verbleiben als nicht biologisch abbaubarer Abfall für Jahrzehnte in der Umwelt, wo sie langsam zu Mikroplastik zerfallen. Für Gründer Thomas Krämer war diese Erkenntnis der entscheidende Anstoß, eine grundlegend bessere Alternative zu schaffen.

 

Der Name wird Programm: Gründer Thomas Krämer (rechtes Bild, rechts) setzt sich mit dem „Projekt Wildwuchs“ aktiv für den Erhalt heimischer Wälder ein. Fotos: Forest Gum

Zurück zur Natur: Naturkautschuk statt Plastik

Forest Gum geht einen anderen Weg – einen, der zurück zur Natur führt. Lange bevor nach dem Zweiten Weltkrieg die synthetische Kaumasse den Markt eroberte, bestand die Basis für den Genuss aus natürlichen Rohstoffen wie Chicle, dem milchigen Saft des Breiapfelbaums, den Forest Gum anfangs ebenfalls als Rohstoff verwendete. Doch die Suche nach der perfekten natürlichen Kaumasse führte das Team auf einen innovativen Pfad: Seit Anfang des Jahres setzt das Unternehmen auf Naturkautschuk aus dem Baum Hevea brasiliensis. 

Der Wechsel war eine bewusste Entscheidung für Qualität und Nachhaltigkeit. Denn als Naturprodukt unterlag Chicle natürlichen Schwankungen, was sich teilweise stark auf die Produktqualität auswirkte. Die Konsistenz war nicht immer zufriedenstellend, und trotz zahlreicher Tests gelang es nicht, den Chicle so zu aromatisieren, dass der Geschmack lange genug hielt. Mit der neuen Kaumasse aus Naturkautschuk wurden diese Herausforderungen gemeistert: Die Konsistenz ist gleichbleibend hochwertig, die Aromatisierung hält deutlich länger, und das Kaugefühl ist spürbar besser.

Nachhaltigkeit bleibt dabei das oberste Gebot: Der Kautschuk stammt aus verschiedenen Gebieten in Malaysia, wo die Ernte unter strengen Vorschriften erfolgt. Das „FSC 100%“-Siegel zertifiziert die verantwortungsvolle Herkunft und garantiert, dass der Rohstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. So verbindet Forest Gum natürliche Qualität mit ökologischer Verantwortung – zu 100 Prozent aus der Natur.

 

 

 

Ganzheitlich gedacht: Vom Inhalt bis zum Engagement

Nachhaltigkeit ist bei Forest Gum mehr als nur ein Inhaltsstoff – sie ist die DNA des gesamten Produkts. Konsequent wird der Nachhaltigkeitsgedanke zu Ende geführt, denn was nützt eine natürliche Kaumasse, wenn der Rest nicht mithält? Die Verpackung kommt daher gänzlich ohne Plastik aus und setzt stattdessen auf eine recycelbare Kartonage. Auch bei den weiteren Zutaten wird auf Künstliches verzichtet: Anstelle von Aspartam wird mit pflanzlichem Xylitol gesüßt, das zudem zur Zahngesundheit beiträgt. Die Aromen für Geschmacksrichtungen wie Minze oder Beere stammen aus natürlichen Quellen. Darüber hinaus beweist das Unternehmen mit dem selbst initiierten „Projekt Wildwuchs" regionale Verantwortung direkt vor der eigenen Haustür. Gemeinsam mit starken Partnern – Woodify aus Bonn und dem Center for Econics and Ecosystem Management aus Eberswalde – hat Forest Gum ein wissenschaftliches Projekt ins Leben gerufen, das den Schutz wertvoller, artenreicher Waldstücke unterstützt. Jede verkaufte Packung Forest Gum trägt zu diesem Engagement bei. So wird der Name „Forest Gum“ zum gelebten Programm und der positive Einfluss für alle Konsumentinnen und Konsumenten erlebbar.

Eine Vision, die schmeckt

Forest Gum ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Pioniergeist und ein klarer Wertekompass ein alltägliches Produkt in einen Motor für positiven Wandel verwandeln können. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt war voller Herausforderungen, doch das Ergebnis beweist, dass es sich lohnt. Mit der jüngsten Erweiterung des Sortiments um nachhaltige Fruchtgummis zeigt das Team, dass dies erst der Anfang seiner Mission ist. Forest Gum macht deutlich: Der Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft kann bei der nächsten kleinen Entscheidung im Supermarktregal beginnen – und dabei sogar richtig gut schmecken.

 


Titelbild: Forest Gum


Autor/-in

Jan Strahl

Jan Strahl hat seit seinem Redaktionsvolontariat in Hamburg für nahezu alle großen und kleinen Verlage der Stadt als Journalist, Redakteur oder Autor gearbeitet. Er schreibt für Publikumsmedien und Corporate Publishing Publikationen über Kunst, Fashion, Lifestyle oder Wissensthemen.

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