Die Optimiererin

Die Firma Steinbeis besteht aus vielen Mitarbeiter_innen, die nicht nur Know-How und Erfahrung einbringen, sondern auch ihr Herz für die Umwelt. In unseren Mitarbeiter-Portraits kommen sie selbst zu Wort und berichten, was das Besondere an Ihrem Beruf ist. Aber auch, welche Rolle das Thema Nachhaltigkeit in Ihrem privaten Alltag spielt. Diesmal im Gespräch: Rieke Thee, Energie- und Umweltmanagerin.

Wie lange sind Sie schon bei Steinbeis?

Ich arbeite hier seit fast sieben Jahren. Nach meinem Verfahrenstechnik-Studium in Aachen zog es mich direkt zurück in den Norden – meine alte Heimat.

Wie muss man sich Ihren Beruf vorstellen?

Meine Hauptaufgabe ist die kontinuierliche Verbesserung unserer Energie- und Umweltleistung. Hierzu überwache und analysiere ich unsere Energie- und Ressourcenverbräuche und stehe in engem Kontakt mit den Produktionsleitern, den Mitarbeitern aus der Produktion und den Kollegen aus der Technik. Gemeinsam sammeln wir Ideen, wie wir uns weiter verbessern können. ­­Außerdem achte ich darauf, dass unsere Aktivitäten den strengen Auflagen der ISO-Normen, nach denen wir zertifiziert sind, entsprechen.

Kümmern Sie sich auch um den Einkauf von Energie?

Nein, das machen meine Kollegen der Steinbeis Energie, mit denen ich in engem Austausch stehe. Meine Aufgabe ist es eher, die Energiekosten zu optimieren, indem ich mit meinen Kollegen die Produktion so steure, dass unser Energieverbrauch optimal zum Energiemarkt passt. Wir sind als Werk bestrebt, einen möglichst konstanten Lastgang, also einen möglichst gleichmäßigen Stromverbrauch zu haben. Gleichzeitig soll der Verbrauch auch möglichst niedrig sein. Als Projekt-Ingenieurin koordiniere ich hierbei das Vorgehen, das fast immer alle Produktionsbereiche betrifft.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am besten?

Jeder Tag ist anders, das ist spannend. Obwohl ich natürlich auch wiederkehrende Aufgaben habe, beispielsweise die Meldung unserer Umweltdaten an die zuständigen Behörden, ist mein Arbeitsalltag sehr bunt und abwechslungsreich. Ich bilde hier mit meiner Funktion eine zentrale Schnittstelle und bin in allen Bereichen unterwegs. Ich berichte der Geschäftsführung und dem Werksbereichsleiter der Produktion, habe aber genauso viele Berührungspunkte mit den Mitarbeitern aus der Produktion, der Technik und der Verwaltung. Außerdem vertrete ich Steinbeis auch nach außen: in Energieeffizienz-Netzwerken und als Referentin zum Thema Nachhaltigkeit.

Foto: Steinbeis Papier

Wie setzen Sie den Nachhaltigkeitsgedanken im Privatleben um? Worauf sollte man Ihrer Meinung nach achten?

Seit Jahren wetteifere ich mit unserem Werksbereichsleiter Produktion darum, wer im privaten Haushalt den geringeren Pro-Kopf-Strombedarf hat. Wir liegen beide weit unter dem Bundesschnitt. Ein Tipp: Bei der Anschaffung neuer Geräte immer auf die höchste Energie-Effizienzklasse setzen, das macht sich deutlich bemerkbar.

Ansonsten bin ich ein großer Fan von Second-Hand-Kleidung, von „Kleidungs-Recycling“ quasi. In größeren Städten gibt es im Sommer ständig tolle Flohmärkte – zum Teil extra für Frauen. Mein Trick, um nicht vergebens am falschen Stand zu stöbern: Ich schaue mir die Verkäuferinnen genau an, bis ich auf eine treffe, die nach meinem Geschmack gekleidet ist und ungefähr meine Größe hat. Bisher habe ich so nicht nur viele Schnäppchen gemacht, sondern auch ganz besondere Schätze gefunden, die nicht Jede im Schrank hat.

Foto: iStock

Außerdem bringe ich regelmäßig Kleidungsstücke zu meiner liebsten Änderungsschneiderei in Glückstadt. Die Damen können beinahe alles retten, was nicht mehr richtig sitzt oder nicht mehr gefällt. Wenn man darauf achtet, Dinge nicht unbedacht wegzuwerfen und nicht ständig alles neu zu kaufen, profitiert die Umwelt ungemein.

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Titelbild: Steinbeis Papier

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Nadine Kaminski

Nadine Kaminski ist Lifestyle-Journalistin. Besonders interessiert sie sich für neue Mobilitäts- und Wohnlösungen, Menschen mit mutigen Ideen, Genuss- und Gesundheitsthemen, nachhaltige Mode und umweltbewusstes Reisen.

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