Von idyllischem Hafen, Matjes und Shoppingtouren

Die 11.000-Seelen-Stadt lockt mit ihrem maritimen Flair Menschen aus ganz Deutschland an. Als größtes Unternehmen in der Kleinstadt wissen wir, was Glückstadt sowohl für Tourist:innen als auch für Einwohner:innen attraktiv macht.

„Dat schall glücken und dat mutt glücken, und dann schall se ok Glückstadt heten”, verkündete einst der dänische König Christian IV., als er im Jahr 1617 den ersten Grundstein für Glückstadt legen ließ, um mit einem neuen Hafenort einen Gegenpol zur wachsenden Metropole Hamburg zu schaffen. Der hoffnungsfrohe Name Glückstadt und die Fortuna im Wappen stehen sinnbildlich für diesen Plan. Übrigens ist Glückstadt die einzige Stadt in Schleswig-Holstein, die von einem König gegründet wurde. Mehr als 400 Jahre später ist sie heute eine 11.000-Seelen-Kleinstadt, die mit ihrem maritimen Flair Menschen aus ganz Deutschland anlockt. Steinbeis Papier ist das größte Unternehmen in Glückstadt. Wir haben, inspiriert von unseren Mitarbeiter:innen, sieben Dinge zusammengetragen, die die kleine Hafenstadt besonders und attraktiv machen – sowohl als Reiseziel als auch als Arbeitsstandort.

Tipp 1: Ein Spaziergang um den Hafen

Verwinkelte Gassen und Kopfsteinpflaster treffen auf alte, windschiefe Häuser am idyllischen Hafen von Glückstadt. Von der Straße Am Hafen aus blickt man an der einen Seite ins Hafenbecken und an der anderen auf eine bunte Häuserzeile, die manche an Nyhavn in Kopenhagen erinnern könnte. „In der Mittagspause setze ich mich an sonnigen Tagen gerne an die Holztreppen am Hafen, die in nur fünf Minuten zu Fuß erreichbar sind. Dort fühlt es sich an wie ein kleiner Kurzurlaub”, sagt Alina Stolz, die bei uns im Vertriebscontrolling arbeitet. Auch Marvin Trampenau, Leiter Customer Service, hat einen Tipp: das Lampion-Fest am Binnenhafen. „Die Lichterfahrt der Seglervereinigung im Herbst ist spektakulär, sowohl vom Wasser aus als auch an Land”, erzählt er. Vor der Coronapandemie erwartete Besucher:innen ein Fest mit Laternelaufen, illuminierten Wasserspielen und Feuerwerk.

Zum malerischen Ambiente der Stadt gehört nahe dem Stadtzentrum der Glückstädter Hafen. (Foto: GDM)
Tipp 2: Essen im Restaurant „Der kleine Heinrich”

Am Marktplatz findet sich das bei den Steinbeis-Mitarbeiter:innen beliebte Restaurant „Der kleine Heinrich”. „Nicht nur der Mittagstisch ist dort sensationell, sondern auch die Mitarbeiter, die Chefin und die Kundschaft sind einmalig”, sagt Jan Bergmann, Key Account Manager Retail + New Products. Seinen Namen hat das gemütliche Restaurant von der Bark „Der Kleine Heinrich“, mit der die Glückstädter bis in die 1860er-Jahre vor Grönland auf Walfang gingen.„Zur Vorspeise sollte man auf jeden Fall den gebratenen Matjes mit Schmand probieren und als Hauptspeise das beste Labskaus Norddeutschlands mit mariniertem Rotweinfilet, Spiegeleiern und Roter Bete“, schlägt Bergmann vor. In dem rustikal-maritimen Ambiente mit einheimischer Küche engagiert sich Katrin van Weelden, Inhaberin des „Kleinen Heinrichs“, für Slow Food, eine europäische Bewegung, die sich für bewusstes und regionales Essen einsetzt.

Gegen den kleinen und den großen Hunger: „Der Kleine Heinrich” hat für jeden etwas im Menü. (Foto: Gerald Hänel/GARP)
Tipp 3: Hauptstadt des Matjes

Apropos Essen: Wenn einem etwas spontan zu Glückstadt einfällt, dann ist es Matjes. Der in Salzlake gereifte Heringsfisch prägt seit fast einem Jahrhundert das Leben und das Image der Stadt. Die kulinarische Spezialität wird heutzutage in verschiedenen Variationen serviert. In den vielen Restaurants rund um den Marktplatz und am Hafen genießen Einwohner:innen und Tourist:innen den Matjes in seiner ganzen Vielfalt. Die Glückstädter lieben den Matjes so sehr, dass sie ihm ein ganzes Fest widmen: die Matjeswochen. „Das ist das Highlight des Jahres, dann lohnt sich ein Besuch immer“, sagt Marvin Trampenau. Das beliebte Sommerfest an der Elbe findet alljährlich zu Beginn der Matjessaison im Juni statt. Aber auch außerhalb der Saison gibt es verschiedene Rundgänge mit Stadtführer:innen, die die Geschichte der Loggerheringsfischerei und der damit verbundenen Traditionen des Matjes erzählen.

Die Matjeswochen finden alljährlich im Juni statt und locken Tourist:innen aus ganz Deutschland nach Glückstadt. (Foto: Holstein Tourismus / photocompany)
Tipp 4: Tennis spielen in der Mittagspause

Glückstadt bietet ein großes Sportangebot. Einen Geheimtipp hat Steinbeis-Mitarbeiterin Alina Stolz parat: den Tennisverein Fortuna Glückstadt e.V. „Viele Kollegen sind bereits aktiv im Verein und spielen Tennis. Steinbeis stellt allen Mitarbeitern Zehnerkarten zur Verfügung, mit denen wir kostenlos in der Mittagspause oder nach Feierabend Tennis spielen können“, sagt Alina Stolz. Der Verein liegt in der Nordmarkstraße 26.

Einmal den Körper in Schwung bringen: Der Tennisverein Fortuna Glückstadt e.v. ist bei Steinbeis Mitarbeiter:innen besonders beliebt. (Foto: Samuel Elias Nadler/Unsplash)
Tipp 5: Mondscheinschwimmen bis Mitternacht

An einem heißen Sommerabend bis spät in die Nacht schwimmen – das ist im Fortuna-Bad möglich. An einzelnen Tagen im Sommer öffnet das Schwimmbad seine Pforten bis Mitternacht. Dort gibt es von Mai bis August eine Riesenrutsche, einen Wildbach, Spaß- und Springerbecken, Plansch- und Schwimmbecken, Massagedüsen und Sprudelliegen. Informationen zum Mondscheinschwimmen gibt es hier.

Im Fortuna-Bad können Badefans im Sommer bis nach Mitternacht unter Mondschein schwimmen. (Foto: Stadtwerke Glückstadt)
Tipp 6: Shopping-Tour mit den Glückstalern

Die Straße Am Fleth durchzieht Glückstadt vom Norden bis zum Hafen im Süden. Dort laden zahlreiche Geschäfte zu einer Shoppingtour ein. Es gibt Handgemachtes, Dekoläden, Fahrradgeschäfte, Boutiquen sowie Bücherstuben. Ein weiterer Ort zum Bummeln und Einkaufen ist die Große Kremper Straße. Auch hier reiht sich ein Laden an den anderen. Interessant: In Glückstadt gibt es eine eigene Währung, die Glückstaler. Diese gibt es als Gutscheine für Familie, Freund:innen, Kollegin:nnen und Co. Mit Glückstalern lassen sich die Einkäufe in rund 50 teilnehmenden Geschäften bezahlen. Informationen gibt es hier.

Glückstadt hat eine eigene Währung: den Glückstaler. (Fotos: GDM, GDM/Steenblock)
Tipp 7: Mit einer App die Stadt erkunden

„Glückstadt erleben“ heißt die App, die sowohl im Google Play Store als auch im App Store verfügbar ist. Damit wird eine Audiotour durch das maritime Stadtdenkmal Glückstadt und das Detlefsen-Museum möglich. In der App finden sich eine Stadtkarte mit Routenplanung und eine Übersicht aller Hörstationen. Damit lässt sich der Trip nach Glückstadt bereits von zu Hause aus planen. Der Hörspaziergang rundet den Aufenthalt in Glückstadt spannend ab.

Der dänische König Christian IV. hat in Glückstadt Spuren hinterlassen. Die spannende Historie erfahren Tourist:innen bei einem Hörspaziergang. (Fotos: GDM)

Titelbild: GDM

Quellen:

https://www.biunsinnorden.de/veranstaltungen/glueckstadt-lampionfahrt-34730

https://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/lichtermeer-am-binnenhafen-id14867761.html

http://www.der-kleine-heinrich.de/de/index.html

https://glueckstadt-tourismus.de/glueckstaedter-matjeswochen/

https://www.fortuna-bad.de/

https://glueckstadt-tourismus.de/glueckstaler-der-geschenkgutschein-fuer-glueckstadt/

https://www.glueckstadt.de/Leben-Freizeit/Freizeit/Die-Gl%C3%BCckstadt-App/

https://glueckstadt-tourismus.de/stadtgeschichte/

https://www.foerdefraeulein.de/10-tipps-fuer-deinen-ausflug-nach-glueckstadt/

https://www.ndr.de/ratgeber/reise/binnenland_elbe/Glueckstadt-Elbstaedtchen-der-Fortuna-,glueckstadt10.html

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Nadia Riaz-Ahmed

Nadia Riaz-Ahmed ist Online-Redakteurin. Sie interessiert sich am meisten für alles, was mit Digitalisierung und neuen Technologien zu tun hat – am besten in Kombination mit den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

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