Nachhaltigkeit von A bis Z (Teil I)

Es ist das Buzzword unserer Zeit. Unter „Nachhaltigkeit” sammelt sich eine Vielzahl an Themenfeldern, die in ihrer Gänze kaum gefasst werden können. Steinbeis Papier unternimmt trotzdem einen Versuch, die wichtigsten Begriffe zu beschreiben, und schafft ein Wiki für echte Nachhaltigkeit. Im ersten Teil widmen wir uns den Buchstaben A bis F. 

A wie

… Altpapier

Wir alle nutzen Papier. Privat und beruflich – wir füttern damit den heimischen Drucker, den Bürokopierer, lesen gern Zeitschriften oder machen ganz einfach Notizen darauf. Im Idealfall ist dabei Recyclingpapier im Einsatz. Und der wichtigste Rohstoff bei der Herstellung von Recyclingpapier ist Altpapier. Zunächst unterliegt das Altpapier einer gezielten Sortierung/Veredelung, um dann der Papierproduktion zugeführt zu werden. Die verschiedenen Altpapierqualitäten sind in der Norm EN 643 „Liste der Europäischen Standardsorten und ihre Qualitäten“ definiert und kommen für unterschiedliche Produkte zum Einsatz. Nach einer aktuellen Studie der TU Darmstadt können Papierfasern nahezu unendlich oft recycelt werden.

Gut zu wissen:
Wer ein Paket Recyclingpapier aus 100 Prozent Altpapier mit 500 Blatt und einem Gesamtgewicht von circa 2,5 Kilogramm erwirbt, spart ganze 7,5 Kilogramm Holz, die nicht verarbeitet werden mussten.

… Artenschutz/Artenvielfalt 

Durch unterschiedliche Faktoren – vor allem menschengemachte – geraten Ökosysteme ins Wanken. So entstehen Ungleichgewichte im Tierreich, die das Aussterben ganzer Tierarten zur Folge haben können. Jene Lebewesen, die einer besonderen Gefährdung ausgesetzt sind, landen auf der Roten Liste und werden so zum Thema für den Artenschutz. Diese Liste existiert bereits seit 1966 und wird von der International Union for the Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) stetig aktualisiert und veröffentlicht: https://www.iucnredlist.org

Gut zu wissen:
Der Bericht des Weltbiodiversitätsrates (IPBES) stellt fest, dass das Artensterben heute bis zu hundertmal größer ist als die evolutionsbedingte Rate innerhalb der letzten zehn Millionen Jahre. Bis zu einer Million Arten sind den Untersuchungen zufolge vom Aussterben bedroht. Der Schutz der Wälder trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei – und die Entscheidung für Recyclingpapier bedeutet auch eine Entscheidung gegen die Abholzung natürlicher Wälder.

… Aufforstung 

Nichts ist naheliegender, als gegen den Klimawandel Bäume zu pflanzen. Grundsätzlich bezeichnet man das als Aufforstung – also das Anpflanzen von Bäumen oder die Aussaat von Samen mit dem Ziel einer Bewaldung, die durch Abholzung oder Sturmschäden verschwunden sind.

Gut zu wissen:
Aufforstung ist deshalb so wichtig, weil daraus resultierende Wälder die wichtigste Kohlenstoffsenke sind. Ihr Wachstum entzieht der Atmosphäre jährlich rund zwei Milliarden Tonnen Kohlendioxid, sechs Prozent der globalen CO2-Emissionen. Noch besser als Aufforstung ist es, die Abholzung natürlicher Wälder zu verhindern. Recyclingpapier entsteht zu 100 Prozent aus Altpapier. Kein Baum muss dafür gefällt werden.

B wie …

… Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Nachhaltiges Denken und Handeln funktionieren nicht ohne Aufklärung. Diese Mission hat sich die UNESCO mit ihrem Bildungsprogramm, das alle Fragen bezüglich eines zukunftsfähigen Fortschritts beantworten möchte, auf die Fahne geschrieben. Damit sollten nachhaltige Entwicklungsprozesse lokal, aber auch global vorangetrieben werden. Von 2005 bis 2014 haben sich dann die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen mit der UN-Dekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE)“ dazu verpflichtet, die Prinzipien der Nachhaltigkeit in ihren Bildungssystemen zu verankern.

Gut zu wissen:
Die UNESCO nahm die digitale Weltkonferenz „Learn for our Planet. Act for sustainability“ zum Anlass, das neue Programm „Bildung für nachhaltige Entwicklung: die globalen Nachhaltigkeitsziele verwirklichen (BNE 2030)” vorzustellen. Mehr als 90 Organisationen und Unternehmen haben sich zu einem Partnernetzwerk zusammengeschlossen, um die Agenda BNE 2030 voranzutreiben und zu realisieren.

… Biodiversität

Der Begriff Biodiversität bezieht sich auf die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Und das auf allen Ebenen – von den Genen bis zu den Ökosystemen. Biodiversität umfasst die evolutionären, ökologischen und kulturellen Prozesse, die das Leben beinhalten. Zudem nicht nur Arten, die als selten, bedroht oder gefährdet angesehen werden, sondern auch alle Lebewesen – vom Menschen bis hin zu Organismen, über die nur wenig Wissen existiert, wie Mikroben, Pilze und wirbellose Tiere.

Gut zu wissen:
Schätzungen zufolge wurden mehr als 80 Prozent der auf der Erde existierenden Lebewesen noch gar nicht entdeckt. Mehr zum Thema Biodiversität gibt es in unserem Blogbeitrag „Vielfalt bedeutet Leben”.

… Bioökonomie

Bioökonomie kann als wissensbasierte Produktion und Nutzung natürlicher oder biologischer Ressourcen in Verbindung mit biologischen Prozessen gesehen werden, die es ermöglichen, Wirtschaftsgüter und Dienstleistungen auf umweltfreundliche Weise bereitzustellen.

Gut zu wissen:
Das European Bureau for Conservation and Development (EBCD) schätzt die Potenziale der Bioökonomie auf eine Einsparung von 1 bis 2,5 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr bis 2030.

… Blauer Engel


Der Blaue Engel ist das Umweltzeichen der Bundesregierung. Er garantiert, dass mit ihm ausgezeichnete Produkte über weitreichende Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften verfügen. Bezogen auf Recyclingpapier muss es strenge Kriterien erfüllen: Garantiert hergestellt aus 100 Prozent Altpapier, kein Einsatz von Chlor oder halogenierten Bleichmitteln, klare Begrenzung und Ausschluss bestimmter Chemikalien bei der Papierherstellung. Alle Hilfsstoffe müssen nach der Empfehlung XXXVI (Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz des Bundesinstituts für Risikobewertung BfR) zugelassen sein.

Gut zu wissen:
Umfragen des Umweltbundesamts haben ergeben, dass 90 Prozent der Menschen etwas mit dem Umweltzeichen anfangen können. 23 Prozent der Verbraucher:innen behaupten sogar, dass der Blaue Engel Einfluss auf ihre Kaufentscheidungen hat. Für Steinbeis Papier ist der Blaue Engel das strengste Umweltzeichen und bietet somit den besten Verbraucherschutz. 

… Blühstreifen


Bei Blühstreifen handelt es sich um extra angelegte Flächen (auch Blühflächen genannt), auf denen zahlreiche unterschiedliche Blühpflanzen wachsen, welche eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen darstellen und zur lokalen Biodiversität beitragen. Landwirte haben sie als sinnvolle Agrarumweltmaßnahme entdeckt. Hinzu kommen aber auch Naturschutzverbände und Unternehmen mit Nachhaltigkeitsanspruch, die entsprechende Initiativen – auch im urbanen Raum – unterstützen.

Gut zu wissen:
Fast 80 Prozent der Wildpflanzen und zahlreiche Kulturpflanzen müssen von Insekten bestäubt werden, um Samen und Früchte zu bilden und damit Erträge zu sichern.

C wie … 

… Carsharing

Vor allem in Großstädten ist Carsharing nicht mehr wegzudenken. Es geht dabei um gemeinschaftlich organisierte Nutzung von Fahrzeugen. Viele Anbieter stellen mit individuellen Tarifmodellen vorwiegend E-Autos zur minutenweisen Ausleihe bereit. 

Gut zu wissen:
2021 sind es bereits 228 Carsharing-Anbieter, die in Deutschland ihre Fahrzeuge bereitstellen. 855 Orte in Deutschland verfügen über dieses alternative Mobilitätskonzept. Fast drei Millionen Kund:innen haben sich hierzulande bei einem oder mehreren Anbietern registriert. 

… CO2-Fußabdruck

Der CO2-Fußabdruck (engl. Carbon Footprint) wird auch als CO2-Bilanz oder Treibhausgasbilanz bezeichnet. Er beschreibt, welche Menge an Treibhausgas-Emissionen direkt und indirekt durch bestimmte Handlungen anfällt. So lässt sich exakt berechnen, wie hoch der CO2-Fußabdruck von Personen, Unternehmen, Produkten oder ganzen Ländern ist.

Gut zu wissen:
Mit dem CO2-Rechner des Bundesumweltamts kann jeder seinen persönlichen Fußabdruck berechnen. Dabei werden Parameter wie Wohnsituation, Mobilität, Ernährung und Einkommen abgefragt.

… Corporate Social Responsibility

Kurz CSR, kann als unternehmerische Gesellschaftsverantwortung oder unternehmerische Sozialverantwortung übersetzt werden. CSR definiert den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht. Unternehmen verpflichten sich so zu ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit innerhalb ihres Tätigkeitsfelds und gegenüber der Gesellschaft.

Gut zu wissen:
Die weitgehend freiwillige Berichterstattung zur CSR-Strategie wurde 2017 durch eine Berichtspflicht für DAX-Unternehmen abgelöst. Unternehmen informieren im Rahmen des CSR-Berichts in erster Linie über ihre Entwicklungen zu Emissionswerten, zu Frauen in Führungspositionen und zur Klimaeffizienz.

… Cradle to Cradle

Wie der Name schon sagt, ist das Prinzip von Cradle to Cradle (von der Wiege in die Wiege) das Denken in Kreisläufen. Der Fokus darf nicht länger auf dem ersten Nutzen, sondern darauf liegen, was mit Rohstoffen danach passiert. Ergo: Kostbare Ressourcen werden nicht verschwendet, sondern immer wieder in Kreisläufen wiederverwertet. Der Cradle-to-Cradle-Ansatz ist daher für eine umweltfreundliche Produktion essenziell.

Gut zu wissen:
Der Chemiker Michael Braungart entwickelte zusammen mit dem US-amerikanischen Architekten William McDonough im Jahr 2002 das Konzept. Auch Steinbeis Papier arbeitet nach dem Prinzip von Cradle to Cradle in seinem Werk in Glückstadt.

D wie…

… De-Inking

Was zu Hause beim Händewaschen passiert, findet ähnlich auch im großen Stil bei der Recyclingpapierherstellung statt. Bei der Wiederaufarbeitung von Altpapier werden im De-Inking-Prozess Tinte und Druckfarbe von der Papierfaser getrennt. Hier achtet man bewusst darauf, dass jegliche umwelt- und gesundheitsschädlichen Stoffe gar nicht erst zum Einsatz kommen.

Gut zu wissen:
De-Inking-Reststoffe werden unter anderem für den Straßenbau oder zur Herstellung von Zement und Ziegeln genutzt.

… Deutscher Nachhaltigkeitskodex

Um Nachhaltigkeit messbar zu machen, beschloss der Rat für nachhaltige Entwicklungen (RNE) 2011, den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) ins Leben zu rufen. Der DNK soll international und branchenübergreifend funktionieren, um unternehmerische Nachhaltigkeitsleistungen sichtbar und mittels Standardisierung besser vergleichbar zu machen. 

Gut zu wissen:
Steinbeis war bereits 2009 Preisträger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises und handelt nach wie vor nach den Grundsätzen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex.

… Downcycling

Im Gegensatz zum Upcycling nimmt der qualitative Anspruch eines Produkts nach dem Downcycling ab. Was aber nichts Schlechtes bedeutet, denn Downcycling ist ein wichtiger Teilaspekt beim Recycling. So werden Rohstoffe trotz Qualitätsverlust wiederverwendet, um natürliche Ressourcen zu schonen. 

Gut zu wissen:
Downcycling wirkt der Müllflut in den Ozeanen entgegen. Kunststoff braucht zwischen 400 und 1000 Jahren, um sich vollständig abzubauen. Mit dem Konzept der Kreislaufwirtschaft kann ein vielfacher Nutzen ohne Entsorgung entstehen.

… Dreieck der Nachhaltigkeit

Der Begriff Nachhaltigkeit wird unweigerlich mit Umweltschutz assoziiert. Das ist natürlich ein wichtiger und zentraler Faktor, jedoch umfasst er noch zwei weitere Dimensionen. Das Dreieck der Nachhaltigkeit (oder: Drei Säulen der Nachhaltigkeit) ist ein Modell, welches darauf beruht, dass ökologische, ökonomische und soziale Ziele gleichzeitig umgesetzt werden.

Gut zu wissen:
Derzeit findet ein Diskurs dazu statt, das Dreiecksmodell durch ein Viereck der Nachhaltigkeit zu ersetzen. Als vierte Einflusssphäre soll Politik hinzukommen.

E wie … 

… Earth Overshoot Day

Der Earth Overshoot Day (Weltüberlastungstag) markiert jährlich das Datum, ab dem die Weltbevölkerung mehr natürliche Ressourcen verbraucht, als die Natur innerhalb von zwölf Monaten reproduzieren kann. Die Organisation Global Footprint Network legt zu diesem Welttag eine bestimmte Rechnung zugrunde: Der gesamter ökologische Fußabdruck – also der Verbrauch der Menschheit in einem Jahr – wird mit der Biokapazität des Planeten verglichen, also mit der Kapazität der Erde, die erneuerbaren Naturressourcen in diesem Jahr wieder zu regenerieren.

Gut zu wissen:
Der Earth Overshoot Day ist jedes Jahr früher. 2021 wurde er auf den 29. Juli datiert. 1987 war er beispielsweise noch am 19. Dezember. Laut „Living Planet Report 2020“ des WWF wären 2030 fast zwei Planeten notwendig, um alle Menschen mit Nahrung und Rohstoffen versorgen zu können.

… Elektromobilität

Mittlerweile Alltag in Großstädten weltweit: E-Roller und E-Autos, mit denen man schnell von A nach B kommt. Ihnen liegen neue Antriebstechnologien zugrunde. Und die großen Autobauer setzen in erster Linie auf Elektromobilität. Die Entwicklung schreitet stetig voran – die Fahrzeuge haben immer größere Reichweiten. Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ziel in den nächsten Jahren. Hinzu kommt, dass der geladene Strom primär aus regenerativen Energiequellen stammen soll. 

Gut zu wissen:
2021 haben elektrifizierte Fahrzeuge (Plug-in-Hybride und reine Elektroautos) mit 367.906 Neuzulassungen (von Januar bis Juli) erstmals Dieselfahrzeuge mit 361.151 Neuzulassungen überholt.

… erneuerbare Energie

Energie wird seit Jahrhunderten aus fossilen Rohstoffen bezogen – dazu gehören vor allem Erdöl, Erdgas und Kohle. Das Problem dabei ist, dass diese Rohstoffe beim Verbrennen nicht nur viele Schadstoffe freisetzen, sondern auch, dass ihr Vorkommen auf der Erde begrenzt ist. Die Energiewende zeigt, dass natürliche Kräfte im großen Stil zur Energiegewinnung beitragen können. Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie sind unerschöpflich. Der Energiebedarf steigt, sodass die erneuerbaren Energien zu einem der wichtigsten Faktoren im Klimaschutz avancieren.

Gut zu wissen:
Der Anteil der erneuerbaren Energien an Deutschlands Stromverbrauch wächst beständig: Waren es im Jahr 2000 gerade mal 6 Prozent, liegt er 20 Jahre später schon bei 45 Prozent. Steinbeis Papier leistet hier einen entscheidenden Beitrag und investiert in zukunftssichere und CO2-reduzierte Energielösungen. Im Portfolio finden sich Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung ebenso wie Wind- und Solarenergie.

… EU Ecolabel

Wer beim Kauf von Produkten auf das EU Ecolabel achtet, leistet einen Beitrag zum Umweltschutz. Das Siegel findet Platz auf vielerlei Produkten und Dienstleistungen: von Reinigern über Elektrogeräte, Textilien und Farben bis hin zu Campingplätzen. Mittlerweile haben sich schon mehr als 70.000 Produkte und Dienstleistungen für das umweltfreundliche Label qualifiziert.

Gut zu wissen:
Als nachhaltiger Recyclingpapierhersteller tragen die Produkte von Steinbeis Papier neben dem Blauen Engel auch das EU Ecolabel. Eines der wichtigsten Kriterien für das EU Ecolabel „for printed paper” ist die Deinkbarkeit.

F wie … 

… Fahrrad fahren

Das Fahrrad – sofern kein E-Bike – zählt definitiv zu den CO2-freundlichen Fortbewegungsmitteln, angetrieben durch reine Muskelkraft. Und der „Drahtesel” erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Viele Städte haben den Trend erkannt und bemühen sich daher, das Fahrradfahren durch autofreie Zonen, breitere Radwege oder Leihstationen noch attraktiver zu machen.

Gut zu wissen:
Nahezu alle Bundesbürger:innen besitzen – theoretisch – ein Fahrrad. 79,1 Millionen Fahrräder wurden 2020 in Deutschland gezählt. Sie machen circa 12,6 Prozent aller zurückgelegten Wege im Personenverkehr aus.

… Fairtrade

Beim Fairtrade-Siegel geht es vor allem um den sozialen Aspekt der Nachhaltigkeit. In Entwicklungs- und Schwellenländern sollen landwirtschaftliche Betriebe bessere Preise und Arbeiter:innen auf Plantagen menschenwürdige Arbeitsbedingungen erhalten. Die hohen Fairtrade-Standards sollen zudem umweltfreundlicheres Wirtschaften gewährleisten und setzen starke Anreize, auf Bio-Anbau umzustellen. 

Gut zu wissen:
2020 zählte Deutschland mit rund 1,9 Milliarden Euro zu einem der wichtigsten Absatzmärkte für faire Produkte. 

… Faserstoffe

In der Papierherstellung sind Faserstoffe die Grundlage. Für herkömmliches Frischfaserpapier werden Primärfaserstoffe genutzt, die aus pflanzlichem Material wie Holz gewonnen werden. Für Recyclingpapier hingegen werden Sekundärfaserstoffe wie Altpapier verwendet. Die Aufbereitung von Altpapier verlängert die Nutzungsdauer des Primärstoffes. Dieser wird nach dem Lebenszyklus einem erneuten Aufbereitungsprozess zugeführt – eines der Grundprinzipien der Kreislaufwirtschaft. 

Gut zu wissen:
Primärfaserstoffe können auch aus Zuckerrohr, Flachs, Hanf, Jute oder aus Getreidearten gewonnen werden. Entwicklungsabteilungen erproben derzeit Methoden, um diese auch der Papierherstellung zugänglich zu machen.

Quellen:

https://www.bmu.de/themen/naturschutz-artenvielfalt/artenschutz/was-bedeutet-artenschutz

https://www.unesco.de/bildung/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung/unesco-programm-bne-2030

https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/altpapier#energieeffiziente-papierherstellung

https://www.wissen.de/e-scooter-im-fluss-vom-verkehrsmittel-zum-umweltproblem

https://www.swr3.de/aktuell/fake-news-check/faktencheck-sind-e-autos-doch-klima-killer-co2-bei-herstellung-problematisch-100.html

https://www.wissenschaft-x.com/renault-arms-entire-french-town-with-free-electric-cars

https://www.papierundtechnik.de/papiertechnik/faserstoff/

https://de.wikipedia.org/wiki/Fairtrade_Labelling_Organizations_International

https://www.csr-in-deutschland.de/DE/Was-ist-CSR/Grundlagen/Nachhaltigkeit-und-CSR/nachhaltigkeit-und-csr.html

https://de.statista.com/themen/6616/fahrradfahrer/

https://c2c.ngo/vision-mission/

https://www.worldvision.de/aktuell/2018/09/fmnr

https://www.csr-benchmark.de/corporate-social-responsibility-benchmark-2020/ergebnisse/fakten-und-kennzahlen

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/535503/umfrage/anlass-der-fahrradnutzung-in-deutschland/

https://www.minimed.at/medizinische-themen/bewegungsapparat/radfahren/#:~:text=Radfahren%20trainiert%20das%20Herz%2DKreislauf,als%20beim%20Fu%C3%9Fballspielen%20oder%20Laufen.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1225243/umfrage/fahrradklima-ranking-entwicklung-in-deutschland/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1225180/umfrage/fahrradklima-ranking-staedte-mit-mehr-als-500000-einwohnern/

https://einfachweniger.ch/blog/das-nachhaltigkeitsdreieck-sucht-einen-nachfolger/

https://www.nachhaltigkeitsrat.de/projekte/deutscher-nachhaltigkeitskodex/

https://www.geo.de/natur/oekologie/4178-rtkl-biodiversitaet-auf-der-erde-leben-87-millionen-arten

https://www.wwf.de/earth-overshoot-day

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Benjamin Seibring

Benjamin Seibring ist Redakteur für die Bereiche Lifestyle und Mobilität. Er interessiert sich zudem für Kulturthemen mit den Schwerpunkten Musik, Film und Medienanalyse.

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